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Streit um Gedenkort im Stadthaus
Infoabend mit Uwe Leps
Eintritt: Spende
25.01.2019
19:30

Das Stadthaus in Hamburgs Innenstadt war von 1933 bis 1943 die Zentrale des Nazi-Terrors gegen Juden, Kommunisten, Sozialdemokraten und alle anderen, die sich dem Regime nicht unterordnen wollten oder konnten. Von hier aus organisierte die Gestapo die Transporte in die Konzentrationslager. Nach dem Krieg war hier die Baubehörde untergebracht, 2009 wurden alle Gebäude an der Ecke Stadthausbrücke/Neuer Wall an den Investor Quantum verkauft, unter der Auflage, dass dort auf 750 Quadratmetern eine würdige und angemessene Gedenkstätte eingerichtet wird.

Seit Mai 2018 gibt es jetzt in den für die Gedenkstätte vorgesehenen Räumen eine Buchhandlung mit einem Café. Von den im Kaufvertrag vereinbarten 750 Quadratmetern sind nun nur noch 70 Quadratmeter für das Gedenken an diesen zentralen Ort des NS-Terrors und an den Widerstand in Hamburg vorgesehen. Der laufende Betrieb der Gedenkstätte soll von der Buchhändlerin nebenbei mit erledigt werden. Seit Herbst 2017 gibt es gegen diese „Lösung“ eine breite Protestwelle, die auch in den Medien ihren Niederschlag fand.

Über die historischen Hintergründe und die aktuellen Auseinandersetzungen um das Stadthaus soll am 25. Januar 2019 informiert werden.